Shanghais zeitgenössische Kunstszene - oder MadeIn ist kein Label sondern ein Shanghaier Art Collaborative
Contemporary Art ist in China eine recht junge Kunstrichtung. Seit Mitte der 80er Jahre mit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik bewältigten chinesische Avantgarde-Künstler einen langen Marsch der anderen Art, vom “Underground” zu internationalen Höhen. “Shooting Stars” wurden sie genannt, und viele von ihnen wurden Dollar-Millionäre. In den letzten Jahren folgt die chinesische zeitgenössische Kunstwelt nicht mehr nur den Rufen internationaler Kuratoren, der ArtBasel/Miami und den weltweiten Biennalen, sondern auch den großen Auktionshäusern wie Sotheby’s oder Christie’s in Hong Kong und New York. Auf Augenhöhe in der Liste der internationalen Bestseller befanden sich plötzlich Gerhard Richter und Damien Hirst neben für Nicht-Chinesen schwer aussprechbaren Namen wie Zhang Xiaogang, Zeng Fanzhi, Yue Minjun oder Fang Lijun.
Wie hat sich Chinas zeitgenössische Kunst nun weiter entwickelt? Wie unterscheidet sich sie sich von den westlichen Formen (oder auch nicht)? Und hat die New York Times recht behalten mit ihrer forschen Headline am 23. März 2009: “China’s Once-Hot Art Market Is Now Feeling the Chill.”?
Auch wenn Peking weiterhin unumstritten das Zentrum der Modernen Kunst in China ist, so hat Shanghai alles in Bewegung gesetzt, mit einer beeindruckenden Liste von Institutionen, Galerien und Veranstaltungen den Vorsprung der Hauptstadt wettzumachen. Für die Entwicklung in Shanghai stehen Persönlichkeiten wie die Chinesen Li Liang, Zhou Tiehai und Ding Yi, oder der Schweizer Lorenz Helbling und der Italiener Davide Quadrio. Was sind ihre Standpunkte heute?
In Shanghai etablierten sich vor allem Galerien, die sich an der Kunstentwicklung in China orientieren, und nicht nur am Erfolg auf dem westlichen Kunstmarkt. Dies zog viele Künstler an. Wie denken und gestalten junge chinesische Künstler? Und wer steckt nun wirklich hinter dem Namen “MadeIn”?
Die Tour “Zeitgenössische Kunstszene Shanghai” wird von SHANGHAI-FLANEUR Thomas Füsser angeboten, der Anfang der 90er Jahre für den STERN chinesische zeitgenössische Künstler “der ersten Stunde” portraitierte. Bei Interesse ist auch ein Besuch der renommierten Kunstakademie in Hangzhou (in Shanghais Nachbarprovinz) möglich.
