
der China bereits als altem Karl-May-Leser während der Schulzeit interessierte, hat die Entwicklung Chinas seit nun 30 Jahren verfolgt: Bereits 1979 kam er als DAAD-Stipendiat nach China. Als er 1980 das erste Mal Shanghai besuchte, erschien ihm die Stadt noch wie in einem “Dornröschenschlaf” gefangen, wirkte geheimnisumwittert und faszinierend, die Kulturrevolution war gerade seit 4 Jahren beendet. Das heutige Gesicht Shanghais ist kaum mit dem des Shanghai von 1980 zu vergleichen. War Hartmut Oertel damals als “Langnase” in Shanghai noch einer der Ausländer, die man “an 5 Fingern abzählen konnte”, so ist die Stadt nun eifrig dabei, ihr “white colour image” wiederzufinden: der Ausländeranteil soll auf 10% der Bevölkerung wachsen.
Hartmut Oertel studierte Sinologie und Geschichte in Freiburg, Bonn, Peking und Tianjin. Nach Aufenthalten in den Städten Peking, Tianjin, Hongkong und Nanjing wohnt Hartmut nun mit seiner Familie seit über zehn Jahren in Shanghai. Nach dem Studium arbeitete er zunächst über zwanzig Jahre als Bankenrepräsentant und Wirtschaftsförderer. Mittlerweile ist er selbstständiger Berater.
Für SHANGHAI-FLANEUR bietet er Vorträge und Touren zum Thema “Die Wirtschaft Shanghais: Vom Umschlagplatz für Opium auf dem Weg zur Wallstreet des Ostens”, reflektiert Geschichte, Gegenwart und Zukunft Shanghais und erzählt dabei so manch spannende Geschichte aus seiner 30-jährigen China-Erfahrung.
